• Spenden für das Erzbistum Hamburg
  • Spenden für das Erzbistum Hamburg
  • Spenden für das Erzbistum Hamburg

Spenden für das Erzbistum Hamburg

Seit mehreren Jahren begleitet das Fundraisingbüro des Bistum Hildesheim den Aufbau von Fundraising-Strukturen im Erzbistum Hamburg. Eine zentrale Fortbildung sorgt für Fundraising-Nachwuchs vor Ort.

Fundraising für das Erzbistum Hamburg

Fundraising für das Erzbistum Hamburg: Seit über fünf Jahren begleitet das Fundraisingbüro des Bistum Hildesheim den Aufbau von Fundraising-Strukturen im Erzbistum Hamburg. Ein eigenes Fachreferat steuert dabei zentral den Aufbau und sorgt mit seinen Fortbildungen für ausgebildete Fundraising-Multiplikatoren und -Verantwortliche vor Ort.

Schon 2007 gab es die Idee den Aufbau von Fundraising-Strukturen im Erzbistum Hamburg vom Fundraisingbüro des Bistums Hildesheim und dem Zentrum für Systemisches Fundraising (ZSF) begleiten zu lassen. 2011 fiel dann die Entscheidung. Der damalige Generalvikar Franz-Peter Spiza startete ein zweijähriges Pilotprojekt. Beide Bistümer sind gemeinsam mit dem Bistum Osnabrück Teil der Norddeutschen Kirchenprovinz. So lang es nah sich auf die praktische Expertise des Fundraisingbüros zu stützen.

Mit mehreren Musterprojekten startete damit auch das Fundraising im Erzbistum Hamburg. Darunter war zum Beispiel das Projekt "Lübecker Märtyrer", das zu jenem Zeitpunkt die Gründung einer Stiftung plante. Diese ist heute die Trägerin der Gedenkstätte für die am 10. November 1943 im Hamburger Gefängnis durch die Nazis hingerichteten katholischen Kapläne Eduard Müller, Johannes Prassek und Hermann Lange sowie den evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink. Es galt Erfahrungen zu sammeln, wie Fundraising auf Gemeinde- oder Projektebene funktioniert und praktisch umgesetzt werden kann. Das gelang so gut, dass das Projekt vorzeitig beendet und auf das gesamte Erzbistum erweitert wurde. Noch bis Ende 2017 läuft diese Phase des Fundraising-Aufbaus.

Ausbilden und unterstützen

Das Fundraisingbüro und das Zentrum für Systemisches Fundraising unterstützen den Aufbau organisatorisch, indem es ein Fachreferat Fundraising personell absichert und ein kontinuierliches Fortbildungsprogramm aufbaut. „Uns ging es darum, dezentral anzufangen. Die Kraft der Kirche liegt immer in der Gemeinde oder in der Region. Aber es ging auch darum die Menschen, die wir ausgebildet hatten, nicht allein stehen zu lassen, sondern ihnen konkrete logistische und fachliche Unterstützung zu geben“, beschreibt der kommissarische Leiter des Fachreferats Fundraising am Erzbistum Hamburg und gleichzeitige Chef des Fundraisingbüros Klaus Heil das Konzept. So bietet das Fundraisingbüro seinen ausgebildeten Fundraisingverantwortlichen beispielsweise Hilfe bei Datenbanken, Spendenverwaltung, Spendenbriefaktionen und Logistik an, vor allem aber auch ganz persönliche Begleitung durch Coaching, Beratung und Team-Moderation. Andere Organisationen, wie zum Beispiel die Bernostiftung für katholische Schulen in Schwerin schafften dagegen gleich eine feste Stelle und nahmen das Fundraising selbst mit in die Hand, in dem sie es als integriertes Thema der Haushalts- und Budgetberatungen für die Schulen aufnahmen.

Fundraising als pastorale Aufgabe 

Für Klaus Heil vom Fundraisingbüro und Susanne Reuter vom ZSF ist der Aufbau des Fundraisings im Erzbistum Hamburg auch mit einem Kulturwandel im Denken verbunden: „Fundraising ist eine pastorale Aufgabe und auch Bereicherung der Pastoral“, sagt er und meint damit, dass durch die Beziehungsarbeit im Fundraising eine Reihe von positiven Effekten im Gemeindeleben eintreten. Zum Beispiel in der Mitgliederbindung oder in der Frage, wie man die Präsenz der katholischen Gemeinde in der Fläche erhalten kann, ohne sich dabei völlig zu verausgaben. „Spenden und Stiftungen können da einen wertvollen Beitrag leisten. Das bedeutet aber auch, dass oft schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen. Ressourcen für Fundraising können nicht einfach dazukommen. Oft müssen dafür Kapazitäten und Aufgaben überdacht oder auf den Prüfstand gestellt werden.“ Für Heil und Reuter ein ganz wichtiger Aspekt auch in der Ausbildung. „Deshalb vermitteln wir eben nicht nur Maßnahmenkompetenz, also wie Fundraising funktioniert und welche Methoden einsetzbar sind, sondern auch Kompetenzen in der Organisationsentwicklung und der Finanzplanung“. Diese drei Elemente des systemischen Fundraisings halten sie gleichermaßen für unverzichtbar, damit die Verantwortlichen nachhaltige Erfolge erzielen können.

Zukunft in den pastoralen Räumen

Bei konsequenter Weiterentwicklung wird das Fundraising zukünftig auch stärker in den pastoralen Räumen institutionalisiert werden müssen. Das heißt: Es braucht zentrale Ansprechpartner, die lokale Fundraising-Aktivitäten unterstützen und beratend begleiten können. Doch zum Schluss wird die Beziehungsarbeit der Kirche und auch des Fundraisings vor Ort geleistet, dort, wo sie regional verankert ist. Deshalb wird das erfolgreiche Fortbildungsprogramm, das schon über 100 ehren- und hauptamtliche Fundraisingverantwortliche ausbildete, gerade mit dem achten Kurs fortgesetzt.

Youtube Instagram Twitter Facebook