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Von der Idee zur Praxis - unsere Fortbildung

"Lebenslanges Lernen" ist nur ein Schlagwort. Doch wie wird Wissen richtig vermittelt? Die Fortbildung des Zentrums für Systemisches Fundraising geht da einen eigenen Weg.

Von der Idee zur Praxis - unsere Fortbildung

„Lebenslanges Lernen“, „Wissensgesellschaft“: Das sind nur zwei der Schlagworte, die uns in aktuellen Bildungsdiskussion begegnen. Doch wie wird Wissen richtig vermittelt? Die Fortbildung des Zentrums für Systemisches Fundraising geht da einen eigenen Weg.

„Systemisches Fundraising in Non-Profit-Organisationen“ – Die Fortbildung im Erzbistum Hamburg, im Bistum Hildesheim, im Bistum Trier und im Bistum Aachen sowie ab 2017 auch im Erzbistum Berlin für Führungskräfte und Leitungspersonen klingt erst mal ungewöhnlich, vielleicht sogar theoretisch. Richtig ist, dass die Idee die dahinter steckt, von Fachleuten entwickelt wurde. Susanne Reuter vom Zentrum für Systemisches Fundraising und Klaus Heil, Leiter des Fundraisingbüros im Bistum Hildesheim entwickelten diese Fortbildung gemeinsam mit dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Flensburg. Dass dies aber vor allem Praxisnähe und weniger Theorie bedeutet, haben schon einige größeren Organisationen unterschiedlicher Art und Komplexität erfahren. Denn hier sollen die Teilnehmer ihre ganze individuelle Erfahrung nicht zurückstellen und einem Frontalunterricht lauschen, sondern sich selbst intensiv mit ihren eigenen Themen einbringen.

Erfahrungsbasiertes Lernen

„Ich habe ein Motto von Heinz von Foerster, einem wichtigen Vordenker des Konstruktivismus für die Fortbildung „Systemisches Fundraising“, sagt Susanne Reuter, die dieses Fortbildungsformat verantwortet: „“Willst du Erkenntnis gewinnen, lerne zu handeln“. Das heißt: wir belehren nicht, und die Teilnehmer lernen auch nicht im bekannten Sinne. Wir schaffen konsequent Ermöglichungsräume für erfahrungsbasiertes Lernen, von Anfang an bis über das Ende der Fortbildung hinaus – und das individuell, für jeden und jede ganz spezifisch.“ Reuter sieht in der Individualität ihrer Kursteilnehmer gerade die Herausforderung, aber auch die Chance durch die Erfahrungswelt anderer Teilnehmer viel besser und lebendiger zu lernen.

Eine wichtige Orientierung übernehmen dabei die Musterprojekte. Sie stehen im Zentrum der Fortbildung und sorgen für die notwendige praktische Erdung. Denn anhand dieser konkreten Fundraisingvorhaben kommen die Beteiligten sofort zum praktischen Üben und Ausprobieren. Reuter ist es gerade wichtig, dass ihre Kursteilnehmenden in die Lage versetzt werden, ihre Fundraising-Maßnahmen strategisch und systemisch aufzusetzen. Die Fähigkeiten und Ressourcen ihrer potenziellen Mitstreiter erfolgreich in die Planung, Konzipierung, Umsetzung und Auswertung mit einzubeziehen ist dabei für den Erfolg des Fundraisingprojektes enorm wichtig. Fundraising hat immer auch eine starke Verbindung in die Organisationsentwicklung und ist deshalb Chefsache, aber nicht ausschließlich. Durch systemisches Fundraising wird die Organisation als Ganzes in den Blick genommen und Fundraising zur gemeinsamen Aufgabe – es geht eben alle an.

Ziel: Organischer Aufbau des Fundraisings

„Bei uns steht nicht der allwissende Dozent im Mittelpunkt, sondern die Teilnehmerin und der Teilnehmer“, ist Reuter überzeugt. Gesteuert wird das in den Präsenzeinheiten, die in drei mal drei Tagen den Fokus gezielt auf die Verbindung von Fach- und Prozesskompetenz richten. Die Umsetzungskompetenz wächst dabei simultan. Ziel ist es, dass die Teilnehmer am Ende ein umsetzungsreifes Konzept für den Aufbau von Fundraising mitnehmen, das auch in ihrer Organisation funktioniert. Deshalb erreicht die Fortbildung auch nur dann ihr Ziel, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • einen klaren Auftrag oder das Mandat ihrer Einrichtung/Gemeinde/Pfarrei haben, den Fundraisingaufbau anzugehen,
  • ein konkretes Fundraisingprojekt als Übungsfeld mitbringen, das von den Beteiligten vor Ort auch gewollt und beschlossen ist,
  • und die anderen Protagonisten in der eigenen Einrichtung/Gemeinde/Pfarrei offen sind für die fachliche Begleitung und Beratung, denn diese sind ein verbindlicher Bestandteil der Fundraisingentwicklung.
  • Coachings schaffen Klarheit

„Für Fundraising gibt es kein Patentrezept. Jede Organisation ist anders, hat andere Zielgruppen, Ressourcen, Voraussetzungen, Ziele. Deshalb setzen wir in der Fortbildung so sehr auf Individualität. Das ist für uns der Schlüssel zum Erfolg“, verspricht Klaus Heil. Um die eigene Rolle noch besser zu erkennen, ist ein wesentlicher Teil der Ausbildung ein dreifaches Coaching für die Teilnehmer. Begleitend zu der Ausbildung gibt es Einzelcoachings zur Rollenklärung der eigenen Führungspersönlichkeit im Prozess durch Susanne Reuter und Frauke Müller vom ZSF. Zur Positionierung innerhalb des institutionellen Rahmens übernimmt das Klaus Heil vom Fundraisingbüro. Das dritte Coaching erfolgt als Gruppe anhand realer Praxisanforderungen zur konkreten Implementierung des Fundraising in der eigenen Einrichtung. Daneben besteht für alle Teilnehmenden die Möglichkeit, sich auch zwischen den Präsenzzeiten nach Absprache individuell beraten zu lassen.

Die Teilnehmenden erhalten nach erfolgreichem Abschluss der Fundraising-Fortbildung eine Teilnahmebestätigung oder bei Einreichung einer Hausarbeit ein qualifiziertes Zertifikat. Sie haben Fragen oder interessieren sich für die nächsten Termine in ihrer Nähe? Schreiben Sie uns, und wir melden uns bei Ihnen.